Kochbuch 05

Die hier erzählte Geschichte und alle dazugehörigen Teile, sind frei erfunden. Jedwede Ähnlichkeit zu real existieren Menschen oder Ereignissen ist zufällig. Der Anfang dieser Geschichte ist hier zu finden: Kochbuch 01

Noch während unseres ersten Ehejahres, musste ich feststellen, wie sehr Hagar selbst die patriarchalischen, unterdrückenden Denkmuster ihres Elternhauses verinnerlicht hatte. Besonders an diesem Beispiel kann ich das gut zeigen: Sie hat im Verlauf unserer Ehe mehrmals ihr Kopftuch thematisiert, was sie immer trug, wenn wir nicht alleine waren.
Sie trug es nicht so, wie es den meisten Menschen klassisch bekannt ist, mit einer Wicklung, die um Hals oder Kinn geht, sondern mehr so, dass es aussieht, wie eine Mütze oder ein Handtuch, was um die Haare gewickelt ist.

Es war ihr immer unangenehm und sie schämte sich dafür, wie sie mir oft gegenüber äußerte und ich entgegnete dann, dass sie es dann doch ablegen solle.

Sie tat es nicht, aus Sorge man könne sie sehen und sie ihrer Familie melden. Dieses Problem war aus ihrer Sicht nur durch meinen Beitrag zu lösen, was so absurd wie unvorstellbar für mich war: Ich sollte ihr befehlen das Kopftuch nicht mehr zu tragen, weil sie das dann besser vor ihrer Familie rechtfertigen konnte.

Trotz langer Diskussionen und vielem Streit, habe ich mich nicht hinreißen lassen etwas solches auszusprechen und blieb bei meiner Aussage, dass es ihr selbst obliegt, ob sie es tragen oder abnehmen möchte und ich ihr da keine Vorschrift in die eine oder andere Richtung zu machen habe oder machen will. Mit oder ohne Kopftuch würde ich stets zu ihr stehen, war meine einzige Aussage hierzu. Damit konnte sie nichts anfangen.

So blieb es letztlich bei dem Kopftuch, denn sie konnte es jetzt nicht ablegen und behaupten, ihr Ehemann zwinge sie es nicht zu tragen. Bei ihren Freundinnen klagte sie nun darüber, ich sei nicht Manns genug es ihr zu verbieten. Warum sie nicht einfach behauptet hat, ich habe es ihr befohlen, wird mir, jetzt da ich dieseDinge aufschreibe, nicht klar. Aber das sollte nicht das einzige Verhalten dieser Frau bleiben, was mir unverständlich bleiben sollte.

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