Stolz

– bin ich auf etwas, was ich selbst, alleine oder mit Hilfe von jemand anderem geleistet habe.

Etwas, worin ich Arbeit gesteckt habe, was ich erschaffen habe. Etwas, was vorher da war und was ich verbessert habe. Darauf kann ich stolz sein.

Ich kann stolz sein auf meine Brüder und Schwestern, die tolle Menschen geworden sind.
Die es geschafft haben, allen Widrigkeiten zum Trotz, gute Eltern zu werden und die wiederum Kinder groß ziehen, auf die sie stolz sein können.

Ich kann auf meine Geschwister stolz sein, die trotz ihrer Höhen und Tiefen im Leben, doch auf einen Weg gekommen sind, auf dem es für sie weiter geht und ich kann stolz darauf sein, wenn ich dazu einen Beitrag geleistet habe.

Ich bin stolz auf meine gedanklichen Ergüsse hier. Auch wenn sie in der riesigen Sanduhr der Zeit nicht mehr als einen sandkorngroßen Fleck auf einem Sandkorn ausmachen. Ich kann darauf zeigen und sagen „das habe ich gemacht!“

Ich kann stolz darauf sein, dass ich die Disziplin und die Ausdauer bewiesen habe, einen Marathon gelaufen zu sein. Ich kann stolz darauf sein, dass ich meinen Körper so gepflegt habe, dass er dieser Strapaze stand hält.

Ich kann von Glück reden, dass ich einen Körper bekommen habe, der die Voraussetzungen dafür hatte.
Ich kann von Glück reden, dass ich gute Gene geerbt habe und diese wiederum gut aus unzähligen Generationen weiter gegeben worden sind, die sich immer vermischt haben, um schließlich mich zu ergeben.

Darauf kann ich nicht stolz sein. Das war Glück.

Ich kann von Glück reden, dass ich hier geboren worden bin. Dass meine Eltern hierher gekommen sind und hier eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder gesehen haben und diese Chance ergriffen haben.

Ich kann von Glück reden, umgeben zu sein von lieben Menschen, die sie in diese Welt, in diese Umgebung gesetzt haben, so dass wir alle voneinander etwas haben.
Auch ihre Eltern haben sich vor kurzer oder vor langer Zeit dazu entschlossen hier zu bleiben.

Unser großes Glück.

Unser großes Glück, dass wir unser Glück erkennen und nicht verkünden stolz auf etwas zu sein, was uns zugefallen ist. Wir sind nicht stolz hier zu leben oder hierzu zu gehören. Wir sind glücklich und froh darüber, dass wir hier sind. Daran haben wir nichts getan. Das ist das Feld auf dem großen Spielfeld, auf dem wir anfangen durften zu laufen. Dafür habe ich nichts getan.

Ich bewundere das, was andere Menschen hier und überall geleistet haben und strebe an, meinen Teil dazu beizutragen, damit andere auch das Glück haben hier gut leben und sich daran erfreuen zu können.

Darauf ein (Nationalität) zu sein kann ich nicht stolz sein. Dafür habe ich nichts getan.

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